Erste Hilfe Kurs

RETTUNG MUSS SEIN!

Zweifelsohne ist das Arbeiten in Bäumen für waschechte Treemen ein echter Traumberuf. Im Baum ist man der Natur so nah wie kaum anderswo und das Gefühl hoch in den Wipfeln der größten Bäume ist eines, welches nur noch von der unglaublichen Aussicht dort oben übertroffen werden kann. Leidenschaft und auch ein bisschen Wagemut gehören auf jeden Fall zu den Eigenschaften die unsere Baumkletterer auszeichnen – mit einem Bürojob hat die Baumkletterei so gar nichts gemein. So wunderschön und besonders dieser Beruf auch sein mag, so gefährlich ist er auf der anderen Seite aber auch. Jedes Jahr werden zahlreiche Unfälle bei Baumarbeiten verzeichnet. Neben den Gefahren die allein durch das Klettern in die Höhe entstehen, stellen vor allem auch das Arbeiten mit gefährlichen Maschinen, wie beispielsweise Kettensägen oder Holzhäckslern, ein hohes Verletzungsrisiko dar. Diesen Gefahren bewusst, führen wir bei Demergo regelmäßig Schulungen durch, um für den Ernstfall gewappnet zu sein. Denn trotz ausgebildetem Fachpersonal und Equipment auf dem neuesten Stand der Technik, kann es immer wieder zu Unfällen kommen. Und so stand die komplette erste Juni Woche diesen Jahres bei uns im Zeichen der Rettung.

Die Rettungswoche wurde am Montag eingeleitet von der jährlichen Auffrischung des Erste-Hilfe-Kurses all unserer Mitarbeiter bei den Johannitern. Hier wurden nochmals die Basics aufgefrischt und ein Bewusstsein für das Erkennen und Einschätzen von Situation geschaffen. Vom Einleiten der Rettungskette bis hin zur Herzdruckmassage – hier wurden die Erste-Hilfe-Skills der Jungs und Mädels ordentlich auf den Prüfstand gestellt.

 

 

Am Dienstag ging es im Feld weiter mit der Rettung am Boden. Hier wurden diverse Szenarien durchgespielt und der Ernstfall simuliert. Sämtliches Rettungs-Equipment wurde durchgesprochen und in verschiedenen Übungen angewendet. Hier stand vor allem der Umgang mit stark blutenden Wunden im Fokus. Da hier einfache Druckverbände nicht ausreichen, muss der Umgang mit Tourniquet und Israeli-Bandage bei allen sitzen. Diese Abbindesysteme sind speziell auf Wunden mit extremem Blutverlust ausgelegt und unabdingbar in unserem Beruf.  Um das Bewusstsein für Gefahren in unserem Beruf weiter zu sensibilisieren, wurden Unfall-Statistiken der SVFLG vorgestellt und diskutiert. Auch wurde die neueste Kletter-Technik vorgestellt und ausprobiert.

 

 

Am Mittwoch stand dann die Rettung aus der Hebebühne im Fokus. Zunächst erfolgte nochmals eine gründliche Einweisung in die Handhabe mit Hebebühnen bevor es an diverse Rettungsübungen ging. Von Selbstrettung aus dem Korb bis hin zur Rettung übers Abseilen – da mussten selbst die Bodenmänner ab in die Höhe!

 

 

Am Donnerstag und Freitag stand dann das Climbing-Update für alle Kletterer an. Verunglückt ein Kletterer im Baum, so ist es essenziell, dass ein anderer Kletterer dazu in der Lage ist diesen zu bergen und gegebenenfalls auch im Baum zu versorgen. Solche Szenarien müssen regelmäßig trainiert werden um im Ernstfall angewendet werden zu können. Es wurden sämtliche Lagen im Baum durchgespielt: Vom Verletzten Kletterer im Baum, über starke Blutungen im Baum, bis hin zur Bewusstlosigkeit im Baum. Im Fokus stand an diesem Tag das Bergen des Kletterers und die Nachversorgung am Boden.

 

 

Die Woche war ein voller Erfolg und hat uns als Team noch enger zusammengeschweißt. Neben gut geschultem Personal und bester Technik ist ein funktionierendes Team das A und O im Baumklettern. In diesem Sinne: ein herzliches Dank an das beste Team das man sich wünschen kann!

 

 

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